Kühlleistungstests unter extremen Bedingungen

Sicheres Gesamtsystem zur Validierung der Motorkühlleistung

Bei den großen OEMs gehören Heißlanderprobungen zur gängigen Praxis. Nicht nur Fahrzeuge werden diesen Anstrengungen unterzogen, auch Ingenieure stehen vor großen Herausforderungen. Ein namhafter OEM will auf einer kurvenreichen Teststrecke in der Wüste Kaliforniens die Motorkühlleistung validieren. Während der Prüfling an seine Grenzen gebracht wird, soll das Gesundheitsrisko für die Ingenieure auf ein Minimum reduziert werden. Für diese Hochleistungs-Fahrzeugtests nutzt der OEM eine Gesamtlösung von IPETRONIK.

Die Herausforderung

Die extremen klimatischen Bedingungen erfordern bei der Durchführung der Erprobung auf dem Testgelände besondere Anforderungen. Zur Validierung der Motorkühlleistung werden sowohl die Kühlung als auch die Fahrwerksleistung der Prototypen an das Leistungsmaximum gebracht. Dies erfordert parallel zur Testfahrt die präzise Überwachung der Messung, um den Testfall exakt nach Vorgabe durchführen und/oder im Fehlerfall sofort einschreiten zu können (z. B. bei einer Grenzwertüberschreitung). Daher werden für diese Erprobung zwei Personen benötigt: Während sich der Fahrer auf die korrekte, fahrerische Durchführung konzentriert, hat die zweite Person die Daten voll im Blick. Um jedoch nicht gleichzeitig beide Personen dem Risiko von Hochleistungs-Fahrmanövern auszusetzen, überwacht die zweite Person den Testfall aus sicherer Entfernung mit Hilfe eines MQTT-Setups.

Anforderung

  • Drahtlose Online-Visualisierung der Messdaten
  • Hohe Abtastrate, Zuverlässigkeit und Sicherheit bei der Datenaufzeichnung
  • Messung von Temperatur- und Steuergerätedaten über CAN FD und XCP
  • Robustes Datenlogger-System mit WiFi- & ETH-Schnittstelle
  • Automatische Ferndatenübertragung in die Datenbank
  • 1 Person im Fahrzeug

Die Lösung

Mit dem IPETRONIK Gesamtsystem, bestehend aus den hochpräzisen Messmodulen M-SENS8, M-THERMO 16 T sowie dem Datenlogger IPElog2 mit MQTT-Schnittstelle, lässt sich der Motorkühlungstest unter extremen Hitzebedingungen optimal durchführen.

Mobile Datenübertragung & Online-Visualisierung
Der leistungsstarke und robuste Datenlogger IPElog2 ist für diese Anwendung bestens geeignet. Das Gerät unterstützt CAN-FD, 4G-Datenübertragung und die Schutzart IP54, sodass der Logger im Temperaturbereich von -40 °C bis +85 °C genutzt werden kann. Der IPElog2 ist in der Lage, CAN-FD-Bus-Informationen in Verbindung mit analogen Temperatureingängen zu überwachen und die Daten (per Mobiltelefonverbindung) an eine mobile Displaylösung (Tablet oder Mobiltelefon) in Echtzeit zu übertragen. Somit kann sich der Fahrer voll auf seine Testfahrt und das Einhalten seiner Streckenmarkierungen konzentrieren.

„Safety First!“
Die zweite Person, der sog. „Spotter“, übernimmt die Aufgabe der Datenüberwachung. Die IPETRONIK Lösung ist auf maximale Sicherheit ausgelegt – daher beobachtet der „Spotter“ die Daten wie auch die Testfahrt aus sicherer Entfernung auf einer erhöhten Position. Durch die Übersicht der gesamten Strecke und des Fahrzeugs kann der „Spotter“ diverse Test-Anpassungen in Echtzeit vornehmen, im Falle von visuellen Auffälligkeiten dem Fahrer per Funk Rückmeldung geben oder – im schlimmsten Fall – die Prüfung bei einem Zwischenfall (z. B. bei Fahrzeug-Überhitzung, Rauch, Leistungsabfall) abbrechen.

Die Vorteile

Mit dem Gesamtsystem von IPETRONIK lassen sich Hochleistungstests unter extremen Bedingungen erfolgreich und sicher absolvieren. Der Aspekt der Sicherheit steht dabei an erster Stelle – daher kann sich der Fahrer voll auf die Testfahrt konzentrieren, während der „Spotter“ aus sicherer Entfernung alles im Blick hat. Zusammengefasst bietet die Applikation:

  • WiFi-Schnittstelle und MQTT-Schnittstelle zur Online-Visualisierung (mit IPEmotion Software)
  • Kabellose Verbindung zu mobilem Endgerät (via IPEmotion App)
  • Globale Verfügbarkeit der Messergebnisse
  • Sichere, autarke Messdatenaufzeichnung
  • Vielseitige Visualisierungsmöglichkeiten

Ansprechpartner

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